Bis 1803 stand
Istrup unter der fürstbischöflichen Regierung zu Paderborn.
Fürst Franz Egon kannte
k e i n e „drückenden Abgaben“. Daher
lebten die Untertanen ruhig und in Einfalt nach ihren angeborenen
Sitten.
Als 1803 die
„Paderborner Verfassung aufgelöst wurde und die Preußen
die Regierungsgeschäfte übernahmen, änderte sich einiges.
Im ersten und zweiten Jahr der preußischen Regierung wurden
die Klöster und geistlichen Stiftungen – wie z.B. Hardehausen und Gehrden - aufgelöst.
1806 gehen die
Hälfte des preußischen Staates und 2 deutsche Fürstentümer
(Kassel und Braunschweig) an Napoleon.
1807 wird das
„Königreich Westfalen“ mit Kassel als Residenzstadt
gebildet. Die Abgaben nahmen zu und wurden fast unerschwinglich.
Neben den Barabgaben wie Personalsteuer, Kriegssteuer ec.
mussten Naturalien wie Kleidungsstücke, Lebensmittel, Fleisch,
Branntwein ec. abgegeben werden.
Ab 1814untersteht
Istrup wieder der preußischen Regierung. Dadurch milderte
sich die Abgabenlast.
Istrup gehört
im Jahr 1814: zum
Preußenkönig Friedrich Wilhelm III
zur Provinz
Paderborn
zum Regierungsbezirk
Minden
zur „landrätlichen
Behörde“ Brakel.
Funktionsinhaber
in dieser Zeit:
Landrat: Freiherr von
der Borch, Holzhausen
Pastor: Kaufmann
(am 9.2.1816 nach Istrup gezogen)
Lehrer: Ferdinand
Ernst (ab April 1914 in Istrup)
Königlicher
Förster: Anton Linnenbrink (diese Stelle 1815 angetreten)
Vorsteher: Anton Öynhausen
(ab 15. Oktober 1818)
Ortseinnehmer: Anton Walthoff (ab 1820;
zuvor Lehrer Ernst und Heinrich Falke)
Gemeindeälteste
(Gemeinderäte): Anton Wolff, Franz Fromme, Johann Lücke,
Adam Lohre,
Anton Köllinger;
Conrad Claas: Anton Tewes;
Anton Hungrige; Anton Loth